PE-Triage-Rechner - Reperfusions-Triage bei Lungenembolie
LivePE-Triage-Rechner für Ärzte mit ESC-ähnlicher Risikostratifizierung, Eskalationsauslösern und PERT/IR-Überweisungslogik. Bewusst konservativ - die Standardeinstellung ist medizinisches Management.
Was es bewirkt
Ein Triage-Rechner für Kliniker, der dazu dient, unnötige IR-Konsultationen zu reduzieren und gleichzeitig instabile oder sich objektiv verschlechternde Patienten sicher zu kennzeichnen. Er organisiert die PE-Risikomerkmale (Hämodynamik, RV-Belastung, Biomarker und Verlauf) in einer klaren Empfehlungskarte mit Eskalationsauslösern.
Sie ist bewusst konservativ: Standard ist die medizinische Behandlung, es sei denn, es liegt eine Instabilität oder eine objektive Verschlechterung vor.
Warum das wichtig ist
- Das Volumen der IR-Konsultation kann durch Unsicherheit und nicht durch objektive Verschlechterung bestimmt werden.
- “Ein ”mittleres bis hohes Risiko" ist nicht automatisch eine Verfahrensindikation - die Flugbahn ist entscheidend.
- Klare, gemeinsame Eskalationsauslöser verringern die Fluktuation zwischen den Teams und verhindern die verzögerte Erkennung von Dekompensationen.
- Die Qualität der Dokumentation verbessert sich, wenn die Logik eindeutig ist und die Eingaben übersichtlich zusammengefasst werden.
Verwendete Eingaben
- Setting (ED-Neudiagnose vs. stationär) mit Stabilitätsfenster (4-6h vs. 24h)
- Hämodynamik: Aktueller SBP, niedrigster SBP, Ausgangs-SBP, anhaltende Hypotonie, CPR
- Pressoren: keine vs. unterstützend vs. erforderlich zur Aufrechterhaltung von BP/MAP (Schockphysiologie)
- Hypoperfusionsmarker (Laktattrend, AMS, Oligurie, Kälte/Klammheit)
- RV-Belastung: RV/LV-Verhältnis und/oder CT/Echo RV-Dysfunktion
- Biomarker: Troponin- und BNP/NT-proBNP-Kategorien (Werte nur für die Zusammenfassung fakultativ)
- Objektive Verschlechterung innerhalb des Stabilitätsfensters (Sauerstoffeskalation, SBP-Trend, Tachykardie, ansteigendes Laktat, Verlegung auf die Intensivstation)
- Modifikatoren: Symptomdauer, Gerinnselort, Thrombolyse-Kontraindikation, aktuelle O2-Unterstützung
Logik der Ausgabe
Das Tool erfüllt zunächst zwei Aufgaben:
- Erkennung von hämodynamischer Instabilität (Schockphysiologie oder Herzstillstand) → sofortiger Hochrisikopfad.
- Erkennung einer objektiven Verschlechterung innerhalb des Stabilitätsfensters → Eskalationspfad bei Vorliegen mittelschwerer Merkmale.
Anschließend wird das Risiko (im ESC-Stil) als niedrig / mittel-niedrig / mittel-hoch eingestuft und eine Empfehlungskarte ausgewählt:
- Medizinisches Management (Standard) - Antikoagulation + engmaschige Überwachung
- Beobachtungsliste: Pulmonale/PERT-Diskussion - Optionale IR-Planung
- Verschlechterung mittel-hoch - Reperfusion berücksichtigt (PERT + IR)
- Hohes Risiko (massiv) - Notfall-Reperfusionspfad
Beweise (ausgewählt)
- STURM-PE (RCT, 2024): Bevölkerung mit mittlerem bis hohem Risiko; physiologische Verbesserung; kein nachgewiesener Nutzen für die Sterblichkeit; es bestehen Verfahrensrisiken.
- PEERLESS (RCT, 2024): Bei den Patienten, die für eine Katheterintervention ausgewählt wurden, war die mechanische Thrombektomie der kathetergesteuerten Thrombolyse überlegen, da sie zu einer geringeren Verschlechterung/einem geringeren Ausfall und einer geringeren Inanspruchnahme der Intensivstation führte; kein Unterschied bei der Sterblichkeit oder größeren Blutungen.
- Formulierung von Leitlinien (ESC/ACC-Zusammenfassungen): Eine systemische Thrombolyse ist der hämodynamischen Instabilität mit hohem Risiko vorbehalten; eine routinemäßige Reperfusion wird bei stabiler PE mit mittlerem Risiko nicht empfohlen; Katheter- oder chirurgische Optionen werden zur Rettung in Betracht gezogen, wenn sich eine Instabilität entwickelt oder die Thrombolyse kontraindiziert ist/versagt.
Für wen es bestimmt ist
- ED- und Hospitalist-Teams, die klare Eskalationsauslöser benötigen
- Lungen-/PERT-Teams vereinheitlichen die Triage-Sprache
- IR-Teams, die weniger ertragsschwache Konsultationen und sauberere Konsultationsanfragen wünschen
- Auszubildende lernen PE-Risikoframing
Technische Hinweise
HTML in einer einzigen Datei mit eingebettetem CSS und JavaScript. Keine externen Abhängigkeiten. Keine Nachverfolgung. Keine Backend-Aufrufe. Läuft in jedem modernen Browser.
Datenschutz / Datenverarbeitung
Dieser Rechner läuft ausschließlich clientseitig und speichert oder überträgt keine Daten. Geben Sie keine Patientenidentifikatoren ein. Verwenden Sie die Funktion “Zusammenfassung kopieren” nur für de-identifizierte klinische Zusammenfassungen.
Überprüft von Pouyan Golshani, MD, Interventional Radiologist - Februar 22, 2026
Übermitteln Sie keine PHI oder Patientenidentifikatoren. Dieses Tool dient der Information und nicht der medizinischen Beratung.